Christchurch

Christchurch - zwischen Meer und Alpen

Christchurch ist Neuseelands älteste Stadt. Sie ist perfekt gelegen für surfende Bergsteiger und wandernde Skifahrer. Die Lage an der Ostküste der Südinsel, zwischen Meer und Alpen, ist perfekt um an der frischen Luft aktiv zu sein. Mit 380000 Einwohnern (Stand 2018) ist Christchurch Neuseelands zweitgrößte Stadt. Sie gilt zudem als die englischste Stadt des Landes, was auf die Art der Bauwerke zurückzuführen ist.

Flussmündung bei Christchurch
Flussmündung des Avon und Heathcote Flusses. Im Hintergrund liegt Christchurch.
Christchurch bei Nacht
Christchurch im Abendlicht vom Stadtteil Mount Pleasant gesehen.

Christchurch - „mein Herz schlägt für dich“

Im September 2010 traf Christchurch ein mächtiges Erdbeben. Mit einer Stärke von 7,1 MW. Es wurden mehrere Häuser beschädigt, Tote waren glücklicherweise nicht zu beklagen. Ein weiteres enormes Erdbeben im Februar 2011 traf mit 6,3 MW erneut die schon angeschlagene Stadt. Dieses Mal forderte es jedoch 185 Tote. Dazu kamen etliche eingestürzte Gebäude und das komplett zerstörte Stadtzentrum, mit vielen denkmalgeschützten Bauten. Das ganze Land war geschockt, verängstig und in Trauer. Selbst hunderte Kilometer von Christchurch entfernt, hörte man die Leute auf den Straßen reden. Wir waren zu dieser Zeit gerade in Karamea, einem kleinen Ort im Nordwesten der Südinsel und bekamen im kleinen Supermarkt ein Gespräch mit. Eine Frau erzählte, den Tränen nahe: „Es ist so schrecklich, hoffentlich geht es meiner Tochter gut, ich habe noch nichts von ihr gehört.“

Es war ein großes Problem, die komplette private Kommunikation zwischen Christchurch und dem Rest des Landes war abgebrochen. Familien und Freunde konnten ihre Angehörigen nicht erreichen, waren lange im Ungewissen.

Aber trotz all dem Leid und der großen Angst blieben die meisten Anwohner in Christchurch. Sie lieben ihre Stadt einfach, in der sie zugezogen oder gar aufgewachsen waren. Und die Betroffenen durften hoffen, denn das Land hielt zusammen, Hilfe wurde gestellt, Zeichen wurden gesetzt. So zum Beispiel eine T-Shirt Aktion, die Geld für die Betroffenen einbringen, aber auch den Zusammenhalt des Landes offen auf den Straßen zeigen sollte. „CHCH – my heart is here“ eingerahmt in einem Herz, stand auf den T-Shirts.

Zerstörte Steinkirche
Zerstörte Häuser.
Historisches Gebäude vom Erdbeben zerstört.

Christchurch - stärker als zuvor

Einige Jahre nach den Erdbeben hat Christchurch sich wieder gefangen und das beste aus der Situation gemacht. Die Stadt ist weiterhin ein bedeutender Wirtschaftszweig des Tourismus, denn an der guten Lage der Stadt hat sich nichts geändert. Eingebettet zwischen Stränden und Buchten, Bergen, Wanderwegen und Skigebieten finden viele Touristen den Weg nach Christchurch. Man kann an einigen Ecken noch Überbleibsel des Erdbebens sehen (Stand 2018), jedoch sind die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt wieder in Betrieb. Die historischen Straßenbahnen laden wieder zu Stadtrundfahrten ein, die Seilbahn im Heathcote Valley bringt Gäste wieder zu fantastischen Ausblicken auf die Banks Peninsula (Banks Halbinsel) und die Gondolieri fahren wieder auf dem Avon River.

Sogar ein neues Einkaufzentrum und zugleich Treffpunkt für die Einwohner wurde aus der Not heraus errichtet. Viele farbige Schiffscontainern bilden die Passage Re:START mit vielen kleinen Läden. Es wird Kleidung, Essen und vieles Anderes angeboten. Außerdem ist die Stadt weiterhin ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt der Südinsel, auch und gerade durch den internationalen Flughafen. Ebenfalls sehenswert sind der botanische Garten, das International Antarctic Centre und die nicht weit entfernte Banks Peninsula.

Einkaufszentrum Christchurch
Das Re:START Seecontainer-Einkaufszentrum.
Cathedral Square im Zentrum
"Der Kelch", ein Wahrzeichen der Stadt, im Vordergrund. Die zerstörte Kathedrale im Hintergrund.
Straßenbahn in Christchurch
Die traditionelle Tram in Christchurch.
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