Westland Tai Poutini Nationalpark

Westland
Tai Poutini
Nationalpark

Höhepunkte:
spezielle Gletscher, hohe Berge,
DER Spiegelsee, einsame Strände

Fläche: 1275 km²

Lage: Westen der Südinsel

Westland Tai Poutini Nationalpark - das Gletscherland

Der Westland Tai Poutini Nationalpark, oder kurz Westland Nationalpark, wurde 1960 gegründet um die Gletscher und Schneefelder der Region zu schützen. In den weiteren Jahrzehnten, bis heute, wurde der Nationalpark um viele Bereiche erweitert, wie die Okarito Lagune an der Küste, verschiedene Regenwaldabschnitte und das Karangarua Tal. Seit 1990 ist der Nationalpark Teil des Te Wahipounamu World Heritage Area (Ort des Grünsteins), einem Zusammenschluss vieler Naturschutzgebiete der südwestlichen Südinsel, und gleichzeitig Teil des UNESCO Weltnaturerbes.

Jedoch war das Gebiet des Westland Tai Poutini Nationalparks schon seit jeher ein wichtiger Bereich für die Maori, die sich an den Seen und Lagunen ansiedelten. Trotz fester Siedlungen waren die Ureinwohner regelmäßig auf der Suche nach dem ihnen heiligen Pounamu, von uns Europäern auch Greenstone oder Nephrit-Jade genannt.

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Franz Josef Gletscher - Blick vom Alex Knob Track

Der Westland Tai Poutini Nationalpark wird oft als das neuseeländische Gletscherland bezeichnet. Die bekanntesten Gletscher des Parks sind dabei der Franz Josef und der Fox Gletscher. Sie fließen aus den Bergen direkt ins Tal und sind Weltweit einzigartig. Denn mit einer Geschwindigkeit von vier Metern pro Tag fließen sie ungewöhnlich schnell, schneller als alle anderen Gletscher der Erde. Der Nationalpark erstreckt sich von den höchsten Bergen der Neuseeländischen Südalpen bis hinab an den Ozean. Die hohen Niederschlagsmengen lassen einen dichten Regenwald in den Tälern und an der Küste wachsen. Einsame Strände laden an der wilden Westküste dank des vielen Treibholzes zu einem Lagerfeuer ein, wobei man sich vorher beim Department of Conservation erkundigen sollte welche Brandstufe gerade herrscht.

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Fox Gletscher - Blick vom Fox Glacier Walk
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Panorama vom Meer bis zum Franz Josef Gletscher

Westland Nationalpark - Aktivitäten

In Neuseeland gibt es viele Gelegenheiten Schildern zu folgen, die einen Spiegelsee versprechen. Aber den einzig wirklich wahren und herausragenden Spiegelsee gibt es wohl nur im Westland Tai Poutini Nationalpark. Am besten macht man sich bei klarem, möglichst windstillem Wetter zum Lake Matheson auf. Dabei ist es wichtig früh morgens oder zum Sonnenuntergang um den See zu spazieren. Zu diesen Tageszeiten ist die Wahrscheinlichkeit einer perfekten Spiegelung der Neuseeländischen Südalpen am höchsten. Ein wirklich außergewöhnlicher Anblick! Selbst der Mount Cook, Neuseelands höchster Berg, spiegelt sich im See. Neben einer Wanderung um den Lake Matheson gibt es im Park noch viel mehr zu erleben. Kajakausflüge auf Seen, Flüssen oder in Lagunen und Wanderungen im Regenwald der Westküste. Die größte Lagune des Parks ist dabei das Okarito Feuchtgebiet, direkt an der Küste. Es beherbergt den seltenen Brown Kiwi, Haubentaucher und Silberreiher. Im Okarito ist es auch möglich eine geführte Bootstour unternehmen.

Die Gletscher Franz Josef und Fox sind auf verschiedene Wege zu erkunden. Man kann ganz einfach zu Fuß an den Fuß des Gletschers oder auch eine Wanderung auf hochgelegene Berge unternehmen um ausgezeichnete Aussichten auf die Gletscher zu erhaschen. Wer ein paar Dollar übrig hat kann auch geführte Touren auf den Gletscher unternehmen oder sich das Ganze bei einem Rundflug aus der Luft anschauen.

Wer nach so vielen Aktivitäten ein wenig Entspannung sucht, darf eine Wanderung zur Welcome Flat Hut nicht verpassen. Zugegeben klingt eine Wanderung nicht zwingend nach Entspannung, aber in diesem Fall ist das Ziel das Ziel. Über den Copland Track, der vor vielen Jahren über den Alpen ins Mount Cook Village führte, gelangt man zur Welcome Flat Hut und seinen natürlichen heißen Quellen. Eine herrliche Sache, nach einer Wanderung in das warme Wasser zu steigen!

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