Rakiura Nationalpark

Rakiura Nationalpark

Höhepunkte:
vollkommene Einsamkeit, landschaftliche Vielfalt, südliche Polarlichter

Fläche: 1570 km²

Lage: auf Stewart Island

(Bild: bigstockphoto.com © wildnerdpix)

Rakiura Nationalpark - tief im Süden auf Stewart Island

Der Rakiura Nationalpark ist Neuseelands jüngster (2002) und südlichster Nationalpark. Der Park befindet sich sogar soweit südlich, dass er nicht mehr auf der Südinsel liegt, sondern auf der 30 Kilometer südwestlich liegenden Insel Stewart Island. Der Ort Oban ist die einzige Stadt auf Stewart Island. Man kann den Ort von Invercargill per Flugzeug oder von Bluff, der südlichsten Stadt der Südinsel, per Fähre zu erreichen. Oban hat circa 400 Einwohner und wurde nach der gleichnamigen schottischen Stadt benannt. Stewart Island ist durch die Foveaux-Strait Wasserstraße vom Festland getrennt und hat daher eine sehr eigene Natur und landschaftliche Vielfalt. Das stürmische und raue Wetter isoliert die Insel und den Rakiura Nationalpark, der über 80% der Insel ausmacht, extrem vom Festland. „Rakiura“ bedeutet in Maori so viel wie „Land der glühenden Himmel“. Diese Bezeichnung weist auf die südlichen Polarlichter und Sonnenaufgänge und -untergänge im weichen Südlicht hin.

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Sonnenaufgang über Stewart Island
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Ausblick von Wohlers Monument südlich von Oban
(Bild: igstockphoto.com © wildnerdpix)

Die Westküste ist gesäumt mit felsige Klippen, immer wieder unterbrochen von einsamen Sandstränden. Die Ostseite der Insel zeichnen seine markanten und großen Meeresbuchten aus. Im Inselinneren liegen weite Sumpfgebiete, schier endlose Wälder und auch Berge. Der höchste Punkt der Insel, der Mount Hananui, ist allerdings nur 980 Meter hoch. Weiterhin findet man rundum unberührte Strände, geschützte Buchten und einen dichten Küstenwald. Im Tiefland der Insel befindet sich der südlichste Nadelwald der Welt bestehend aus Podocarps (Steineiben) und Harthölzer wie rātā und kāmahi. In den höheren Lagen wandelt sich der Wald in mānuka-Strauchland.

Rakiura Nationalpark- eine Vielfalt heimischer Arten

Während auf Neuseelands Hauptinseln viele Einheimische Arten bedroht sind, konnten sie im Rakiura Nationalpark, durch die abgelegene Lage von Stewart Island, bestehen. Hier findet man zum Beispiel den Kakapo, einem nachtaktiven, flugunfähigen Papagei. Der Nationalpark ist wohl auch der einzige Ort Neuseelands, an dem man einen Kiwi noch in der Natur sehen kann und zwar am Tag! Weiterhin trifft man zum Beispiel auf Tuis (Familie der Honigfresser), Bellbirds (Maori-Glockenhonigfresser), Tomtits (Maorischnäpper) und hört vielleicht auch red-crowned parakeets (Ziegensittich)und bush parrots (Buschpapageien).

stewart island rakiura nationalpark feuchtgebiet
Weites Sumpfgebiet
(Bild: bigstockphoto.com © wildnerdpix)
stewart island rakiura nationalpark sonnenuntergang
Sonnenuntergang über Stewart Island
(Bild: bigstockphoto.com © Gudella)

Die extreme Abgeschiedenheit des Rakiura Nationalparks lädt einfach zum Wandern ein, um in der Einsamkeit der teilweise langen Wanderwege den Kopf vom Alltag frei zu bekommen. Bei einem 245 Kilometer langen Netz aus Wanderwegen und nur 25 Kilometern ausgebauter Straßen auf der Insel kann man sich die Einsamkeit gut vorstellen. Wer dann sogar nachts wandern oder spazieren geht, hat nicht nur das unendliche Universum über seinem Kopf, sondern kommt auch in den Genuss der Klänge der Nacht. Kiwis, Wekas und Morepork (kleine Eulenart) geben dann ein privates Konzert. Weiterhin bietet sich der Rakiura Nationalpark wunderbar zum Jagen und Angeln an. Aber auch Rundflüge und Bootsausflüge, zum Beispiel auf die schädlingsfreie Insel Ulva Island, können spannend sein.

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